News found online about the F-104

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Freue mich stets über eine Resonanz und einen Eintrag in das Gästebuch unserer Familie. Bedankt!


Hast du auch noch ein Datum oder einen Zeitraum im Gedächtnis, an dem etwas Interessantes passiert oder es eine kleine Begebenheit zu berichten gibt? Wenn es mit der F-104 zusammenhängt, dann liste ich dies sehr gerne hier auf.

 


- Themensammlung -

Überschriften & Schlagzeilen
rund um den Starfighter


 Hier findest du Informationen vielfältiger Art chronologisch aufgereiht,
 die ich bei meinen Recherchen vorgefunden habe

Wichtig - bitte die Hinweise zu Linkangaben unter Disclaimer lesen!



 

 ab 1950 bis   1960   1970   1980   1990   2000   2010 bis heute

07.02.1954
In den USA startet die Lockheed F-104 "Starfighter" zu ihrem Jungfernflug. Übrigens aus Versehen geht der Pilot ‘airborn’.

25.07.1955
Die ehemaligen Offiziere der Luftwaffe Johannes Steinhoff, Kurt Kuhlmey und Dieter Hrabak beginnen eine siebenmonatige Flugzeugführerausbildung (F-84) in den USA. Am 08. März 1956 war die fliegerische Ausbildung zu Ende. In den siebeneinhalb Monaten hatten sie 210 Stunden geflogen, davon 100 Stunden solo.

17.10.1955
Die US-amerikanische Luftwaffe bestellt für 100 Mio. US-Dollar (ca. 420 Mio. DM) Düsenjagdflugzeuge des Typs Lockheed F-104 A "Starfighter".

17.02.1956
Die US-Luftwaffe stellt in Palmdale / Kalifornien ihr neuestes Kampfflugzeug, die F-104 "Starfighter", der Öffentlichkeit vor. Die F-104 erreicht zweifache Schallgeschwindigkeit.

07.08.1957
An diesem Tag beginnt die Aufstellung des Jagdbombergeschaders 31 als erstes Jagdbombergeschwader (JaboG) in Büchel. Schon im Herbst des Jahres beginnt dann in Büchel mit Hilfe der Waffenschule 10 der Aufbau der beiden fliegenden Staffeln des Geschwaders. Später soll dieses Geschwader in Nörvenich auch die ersten F-104 Starfighter bekommen.

01.12.1957
Eine F-104A stellt mit 2259,538 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord auf. Der Starfighter war das erste Flugzeugmuster, das zur gleichen Zeit die Weltbestleistungen für Geschwindigkeit, Höhe und Steigrate hielt.

16.05.1958
Eine F-104A stellt mit 2259,538 km/h einen Geschwindigkeits-Weltrekord auf. Der Starfighter war das erste Flugzeugmuster, das zur gleichen Zeit die Weltbestleistungen für Geschwindigkeit, Höhe und Steigrate hielt.

24.10.1958
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß entscheidet, dass die Bundeswehr mit Jagdbombern vom Typ "Starfighter F 104" der US-amerikanischen Firma Lockheed ausgerüstet werden soll.

01.12.1958
Für den Lizenzbau wird die Arbeitsgemeinschaft F-104 (ARGE-Süd) ins Leben gerufen. Sie umfasste die Firmen Messerschmitt, Heinkel, Dornier und Sibel.

05.02.1959
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) teilt mit, dass die Bundesrepublik bei der US-amerikanischen Firma Lockheed 96 Abfangjäger vom Typ "Starfighter" bestellt hat.

18.03.1959
Es erfolgte mit Lockheed der Abschluss des Kaufvertrages über 30 Doppelsitzer F-104 F und 66 Einsitzer F-104 G (Stückpreis 5,75 Mio DM), die Lockheed bauen sollte. Gleichzeitig fiel die vom Bundestag gebilligte Entscheidung zum Lizenznachbau über 210 F-104G durch deutsche Firmen.Es

12.12.1959
„Es waren einmal viele Soldaten und viele Flugzeuge und man gab ihnen den Namen Aufklärungsgeschwader 52". Mit diesen Worten wurde am 12. Dezember 1959 das AG 52 aus der Taufe gehoben. Gleichzeitig damit entstand auch die 1. Staffel (neudeutsch: 521. TRS = Tactical Reconnaissance Squardron). Sie erreichte, wie das Geschwader auch, den jetzigen Standort Leck über jeweils zwei Wechsel:
- erstens die geographischen Wechsel nach Eggebek 1960 und Leck 1964,
- und zweitens die Musterwechsel von RF-84F Thunderflash auf RF-104G Starfighter in den Jahren '64-'66 und weiter auf RF-4E Phantom II '71-'72.

14.12.1959
Eine F-104C steigt auf die Weltrekordhöhe von 103,395 Fuß, das entspricht 31.535,5 Metern. Der Starfighter war das erste Flugzeugmuster, das zur gleichen Zeit die Weltbestleistungen für Geschwindigkeit, Höhe und Steigrate hielt.

1950   ab 1960 bis   1970   1980   1990   2000   2010

12.02.1960
Übergabe der ersten doppelsitzigen F-104F Starfighter.

24.02.1960
Oberstleutnant Rall absolviert als erster deutscher Flugschüler einen Alleinflug mit der F-104F.

02.03.1960
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) erklärt auf dem politischen Aschermittwoch in Vilshofen, dass die Bundeswehr militärische Übungsplätze in Spanien benötige, um dort ab 1961 Piloten auf den neuen Starfighter-Flugzeugen auszubilden.

05.03.1960
Das Abkommen über den gemeinsamen Nachbau des US-amerikanischen Düsenjägers vom Typ Starfighter F-104G wird von Belgien, den Niederlanden und der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet.

23.04.1960
Auf der dritten deutschen Luftfahrtschau in Hannover wird das neue Bundeswehrflugzeug vom Typ Starfighter F-104G vorgestellt.

22.07.1960
Auf dem Militärflughafen Nörvenich bei Bonn landen die ersten acht für den Einsatz in der Bundeswehr bestimmten US-amerikanischen Düsenjäger vom Typ Starfighter F-104. Die silbernen Starfighter wurden der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Maschinen gehörten zur 4. Staffel der Waffenschule 10. Diese Staffel wurde in Nörvenich im Januar 1960 aufgestellt, da das JaboG 31 Boelcke als erster Verband mit der Umrüstung vorgesehen war.

23.07.1960
Major Günther Rall führt als erster deutscher Flugzeugführer einen Starfighterflug in Deutschland durch.

06.06.1960
absolvierte die erste bei Lockheed gebaute F-104G ihrem Jungfernflug. Die bei Lockheed gebauten F-104G wurden zerlegt nach Manching transportiert und nach der Endmontage ab 1961 der Bundeswehr übergeben.

14.07.1960
Bob Falkner startet zum inoffiziellen Erstflug einer F-104F nach dem Zusammenbau in Deutschland. (Offiziell gab es diesen Flug erst am 22. Juli mit Bob Falkner und Inspekteur der Luftwaffe - Gen.Lt. J. Kammhuber).

22.07.1960
Auf dem Militärflughafen Nörvenich bei Bonn landen die ersten acht für den Einsatz in der Bundeswehr bestimmten US-amerikanischen Düsenjäger vom Typ Starfighter F-104.

05.10.1960
Das erste Serienluftfahrzeug vom Typ F-104G absolviert in Palmdale/USA seinen Erstflug.

01.12.1960
Der Lizenznachbau des Starfighters beginnt in 5 Firmen der ARGE-Süd: Augsburg, Speyer, Donauwörth, Neuaubing und Manching.

23.01.1961
Die Bundesluftwaffe wird 604 Flugzeuge aus dem europäischen Nachbau des US-amerikanischen Überschall-Düsenflugzeugs Lockheed Starfighter F-104G erhalten. Das Bundesverteidigungsministerium hat außerdem 96 Maschinen dieses Typs und 30 Schulflugzeuge in den USA gekauft.

29.03.1961
kam es zum ersten Flugunfall einer F-104 der Bundeswehr. Bei einem Schulungsflug kam es über der Eifel zu einem Triebwerksschaden der F-104F. Beide Flugzeugführer konnten die Maschine mit dem Schleudersitz verlassen. (Anmerkung: Es handelte sich um die BB+375 mit der SN5062.)

13.05.1961
Im Frühsommer 1960 bereiteten sich die Erdinger Spezialisten auf den F-104 Starfighter vor. Der erste Starfighter trifft zur 100-Stunden-Kontrolle und periodischen Inspektion in Erding ein. Nach 31 Arbeitstagen konnte das Luftfahrzeug wieder an den Einsatzverband abgegeben werden. Bereits im Mai des darauf folgenden Jahres wurde die erste F-104 einer periodischen Inspektion unterzogen. Neben regulären Wartungen wurden in den folgenden Jahren ebenso Sonderaufträge, wie die Einrüstung von Martin-Baker-Schleudersitzen durchgeführt.

18.08.1961
Die Technische Schule der Luftwaffe 1 in Kaufbeuren erhält die erste F-104G zur Erfüllung ihres Ausbildungsauftrages.

27.08.1961
Die Marineflieger des MFG1 stellten als eigenes Kunstflugteam, die "Fliegenden Fische" und nahm sehr erfolgreich am ersten Großflugtag der Marineflieger teil.

06.09.1961
Totalverlust der BB+378 SN5053 bei einem Absturz zwischen Neckarmühlbach und Siegelsbach bei Mosbach. Die Besatzung konnte aussteigen. Ursache ist ein Ausfall des Triebwerks wegen Treibstoffmangel verursacht durch einen Navigationsfehler.

03.10.1961
Die 2.Staffel des JaboG 31 "Boelcke" in Nörvenich erhält den Auftrag die Umschulung auf das Waffensystem F-104G durchzuführen.

25.01.1962
Es ereignet sich der erste tödliche Unfall mit einem Starfighter in Deutschland. Das Luftfahrzeug vom Typ Starfighter mit dem Taktischen Kennzeichen BB+366, SN5053 stürzt bei Oberbolheim kurz nach dem Start in Nörvenich ab. Der Pilot wird getötet, der Flugschüler konnte aussteigen. Der Nachbrenner fällt beim Start aus. Es erfolgte kein Startabbruch. Das Lfz durchschlug zuerst einige Bäume und dann eine Fabrik.

20.03.1962
Staffelkapitän Major Neumann führt den ersten Übungsflug mit einem Starfighter des JaboG 31 "Boelcke" durch.

19.06.1962
In Frechen bei Köln stürzen bei einem "Kunstflugmanöver" gleich vier F-104 ab. Die Piloten Cap. John Speer (USAF), Olt Frye, Olt Kuebart und Olt von Stürmer können nicht mehr aussteigen. Die vier F-104 gehören zur Waffenschule 10 in Nörvenich. (Anmerkung: Bei den vier F-104 handelt es sich um die BB+365, SN 5052 (US RegNr. 59-4999), BB+370, SN5057 (59-5004), BB+385, SN5072 (59-5019) und die BB+387 mit SN5074 (59-5021)).

20.06.1962
Das Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke" in Nörvenich ist als erster STARFIGHTER-Verband einsatzbereit. In schneller Folge wurden nun fünf Jagdbombergeschwader von der Republic F-84F Thunderstreak auf STARFIGHTER umgerüstet. Es folgten die F-86- Jagdgeschwader und zuletzt die Aufklärungsgeschwader mit ihren RF-84F Thunderflash.

01.08.1962
In Pinneberg (Schleswig-Holstein) stoßen zwei Bundeswehrflugzeuge vom Typ "Starfighter" zusammen. Dabei kommen die vier Insassen ums Leben.

08.11.1962
Bei einer Notlandung in Nörvenich wurde eine F-104F mit der Kennung BB+368 durch die Notfanganlage beschädigt. Die Piloten Olt Sensen und Capitaine Forgeur (aus Belgien) blieben unverletzt.

09.04.1963
Die ersten F-104G Starfighter treffen beim Jagdgeschwader 71 ein.

02.05.1963
Die US-amerikanische Fliegerin Jacqueline Codran holt sich mit einem Lockheed-Super-Starfighter vom Typ "F-104G" den Titel der "schnellsten Frau der Welt". Die 56jährige Pilotin erreicht auf ihrem Flug eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 1926,3 km/h.

01.07.1963
Das JaboG 31 "Boelcke" befindet sich zum ersten Mal mit F-104G Starfighter auf Kommando in Deci / Italien.

10.09.1963
landete die erste von der Industrie gelieferte Marine-F-104 auf den Fliegerhorst Schleswig. Im Oktober trafen laufend weitere Maschinen ein. Allerdings war ein regulärer Flugbetrieb noch nicht möglich, dazu fehlte das Bodengerät.

11.11.1963
der erste Flug des Starfighter F-104G von Jagel.

09.02.1964
Abschied von Nörvenich. Die 4. Staffel der Waffenschule 10 verlegt mit ihren Starfightern nach Jever, zum eigentlichen Heimatverband.

12.05.1964
Die ersten F-104G Starfighter treffen beim Jagdgeschwader 74 "Mölders" in Neuburg ein.

01.06.1964
Unterstellung des JaboG 31 “Boelcke” der NATO nach Umrüstung auf den Starfighter.

27.07.1964
Ein Starfighter der Bundesluftwaffe, die BB+380 SN5067 stürzt zwischen Hesel und Remels in Ostfriesland ab. Die italienische Besatzung konnte aussteigen.

07.-18.09.1964
Der erste Staffelaustausch mit F-104G der Luftwaffe. Die 312 des JaboG 31 “B” ist zu Gast bei der 92nd Tactical Fighter Squadron(TFS) in Bentwaters / Großbritannien.

05.11.1964
Die erste RF-104G des AG52 landete am 05. November 1964 in Leck. Die fortschrittlichere Technik der RF-104G stellte auch höhere Anforderungen an Führung, Mensch und Material.

1965
In Nörvenich wird ein späterer Guinness-Weltrekord aufgestellt: Hauptmann Heltzel setzte hier nach einem Zusammenprall mit einer zivilen Dornier Do 28 in einer F-104G mit 435 km/h auf die Landebahn auf. Aber erst 1988 wurde er ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen, denn er hatte die höchste Geschwindigkeit erreicht, mit der je ein Flugzeug aufgesetzt hatte.

20.01.1965
Bei der Debatte des Bundestages über die Lage der Bundeswehr kommt es zu einer scharfen Auseinandersetzung über die Tauglichkeit des Jagdflugzeugs "Starfighter".

02.02.1965
Oberst Lothar Kmitta überführt die erste F-104G von Manching zum JG 72 in Hopsten.

17.03.1965
Der erste RF-104G Starfighter landete in Eggebek beim MFG 2 und läutete damit eine neue Ära für das Geschwader ein. Insgesamt werden 53 Starfighter, davon 25 in der RF-Version dem Verband überstellt. Schließlich folgten noch zwei TF-104G.

16.04.1965
Der Kommandeur der Fliegenden Gruppe des MFG 2, Korvettenkapitän Groh, verunglückt tödlich bei einem Übungsflug in den USA. Seine F-104G hatte unmittelbar nach dem Start einen Trw- Ausfall und stürzt in der Nähe der Luke AFB ab.

01.07.1965
Im Juli 1965 beginnt die Umrüstung des JaboG 32 auf das Baumuster F-104G Starfighter.

17.08.1965
Bruchlandung der BB+364 (SN5051) rund 5 km nördlich von Wiarden in Ostfriesland bei Hohenkirchen. Die Besatzung kann aussteigen. Als Ursache wird bei dieser Nachtlandung die zu hohe Sinkrate genannt. Das Hauptfahrwerk wurde bei Bodenberührung stark beschädigt.

29.09.1965
Staffelkapitän Hauptmann Wolfgang William vom JaboG 31 “B” kommt beim Absturz der DA+114 kurz vor Jever ums Leben.

06.12.1965
Bei der norwegischen Stadt Narwik stürzt ein Starfighter der Bundesluftwaffe ab.

29.12.1965
Das Bundesverteidigungsministerium kündigt wegen der hohen Zahl von Abstürzen der F 104G ("Starfighter") die Anschaffung von 130 reinen Abfangjägern des Typs F 104S an, die angeblich wegen ihres geringeren Gewichts nicht in so hohem Maße absturzgefährdet sind.

01.01.1966
Das JaboG 32 in Lechfeld wird mit der Erprobung zweier Verfahren beauftragt. Beim so genannten SATS-Startverfahren (Short Airfield Tactical Support) brachte ein Katapultwagen, angetrieben von zwei zusätzlichen J-79 Triebwerken, einen Starfighter in wenigen Sekunden und nach kurzer Strecke auf die erforderliche Abhebegeschwindigkeit. Beim ZELL-Katapultstart (Zero Length Launch) hingegen, wurde ein Starfighter mit einer absprengbaren Feststoffrakete (28.000 kp Schub) bestückt. Mittels neuartiger Startrampe und etwa 30% Startwinkel wurde die Maschine dann mit vollem Raketen- und Triebwerkschub gestartet. Am 18. Mai 1966 schoss sich der amerikanische Testpilot Edward Brown an Bord der DB+127 damit erstmals erfolgreich in die Luft. Innerhalb von 8 Sekunden erreichte er eine Geschwindigkeit von 500 km/h und 200 m Höhe. Nach insgesamt acht Versuchen legte man das Projekt aber auf Eis, da die Kosten zu hoch und die NATO-Doktrinen sich änderten.

12.01.1966
Ein Bericht des Generalinspekteurs der Luftwaffe, Werner Panitzki, vor dem Verteidigungsausschuß des Bundestags setzt die sog. Starfighter-Affäre in Gang. Die Bundeswehr hat 1965 insgesamt 26 dieser Düsenjäger durch Abstürze verloren.

20.01.1966
In der Nähe des Flughafens Wittmundhafen (Ostfriesland) stürzt ein Starfighter vom Typ F-104G ab und wird völlig zertrümmert. Die Luftwaffe vermutet einen Triebwerkschaden als Ursache.

23.01.1966
Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel (CDU) beruft den Kommandeur der 4. Luftwaffendivision, Brigadegeneral Dieter Hrabak, zum Sonderbeauftragten für den Starfighter. Er wird eine Arbeitsgruppe leiten, welche die Verbesserung des Starfighter-Waffensystems beaufsichtigen soll.

25.01.1966
CDU-Bundestagsabgeordneten Carl Damm, 39, fragte Karl Gumbel, 56, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium: Wie ist es mit der Seenotausrüstung der deutschen Starfighter- Piloten bestellt? Damm trug dem Ausschuss die Klagen vor, die ihm vier Tage zuvor die Piloten des Jagdgeschwaders 71 "Richthofen" im ostfriesischen Wittmund gesteckt hatten: Bei der Verteidigungsverwaltung bestellte orangerote Fliegerkombinationen seien noch immer nicht geliefert worden. Die bunte Kluft wird von den Piloten für den Fall gewünscht, dass sie über See aus ihrem Starfighter springen müssen und in Seenot geraten. In Farbe sind die Piloten auf dem Meer besser als in ihrer mausgrauen Kluft auszumachen. Die Bürokratie aber argwöhnte, die Piloten wollten in den knalligen Overalls nur "angeben". Im Januar waren die Kombinationen noch nicht an die Einheiten ausgeliefert.
Am 24. März erinnerte der Abgeordnete Damm im Bundestag während der Starfighter-Debatte an den bunten Dress der Flieger. Vier Monate später - am 18. Juli - musste Oberleutnant Siegfried Arndt, 33, vom "Richthofen"- Geschwader zehn Seemeilen nördlich von Helgoland aus seinem Starfighter aussteigen. Seitdem ist er verschollen. Suchschiffe und Flugzeuge kurvten zwei Tage ergebnislos auf und über der Nordsee. In der Zeitung las Damm am letzten Dienstag, dass Oberleutnant Arndt mausgrau bekleidet seinen Meeresflug angetreten hatte.

11.03.1966
Bei Neuhütten im Hunsrück stürzt der 32. Starfighter vom Typ F-104G ab. Der Pilot, der sich auf einem Übungstiefflug nach Frankreich befand, kommt bei dem Unglück ums Leben.

20.03.1966
Das AG 52 hatte wegen Bauarbeiten an der Startbahn in Leck, auf die Flugplätze in Westerland, Nörvenich und Manching verlegt. Mehrere F-104G die zum Zeitpunkt der Verlegung nicht flugfähig waren, mussten zu einem späteren Zeitpunkt nachgeführt werden. Man entschloss sich, die Flugzeuge per Landtransport nach Eggebek zu bringen, um sie von dort „in ihrem Element" auf die jeweilige Basis zu überführen. Die Verladung der drei RF-104G erfolgte am 18. März 1966 auf Bundeswehr Tieflader und erforderte „Millimeterarbeit". Der Transport über 54 Km Landstraßen wurde am 20. März durchgeführt. Trotz vorsichtigen Fahrens und dem Beseitigen von Hindernissen. wie Baumästen, Oberleitungen und Verkehrsschildern, war der Transport nach nur vier Stunden abgeschlossen.

21.03.1966
Bei einem Testflug in der Nähe von Ingolstadt stürzen erneut zwei Starfighter vom Typ F-104G ab. Beide Piloten können sich rechtzeitig mit dem Schleudersitz aus dem Flugzeug katapultieren und erleiden nur leichte Verletzungen.

02.05.1966
Bei Dörpstedt (Kreis Rendsburg) stürzt der 52. Starfighter seit Einführung dieses Flugzeugtyps 1961 ab. Der Pilot erliegt seinen Verletzungen.

10.05.1966
Bei einem Tageseinsatz im Rahmen der zehntägigen NATO-Übung "Wooden Walls" kollidieren zwei bundesdeutsche Starfighter westlich der niederländischen Insel Vlieland und stürzen in die Nordsee. Die Piloten kommen ums Leben.

17.05.1966
Die DA+129 (Werk-Nr. 9059), eine F-104G des JaboG 31 “B” vollzieht eine Bruchlandung wegen offener Schubdüse. Der Anflug auf Gütersloh erfolgte von Osten bei Ostwind mit ca. 380 km/h, dabei raste das Lfz am Ostende des Platzes in das Fangnetz. Die Außentanks und das Bugrad wurden abgerissen, später brach auch noch das Hauptfahrwerk ab. Die Maschine rutschte über die Bahn und kam dann nach links ins Gras ab.

04.06.1966
Hochbetrieb beim AG 52 und auf dem Flugplatz Leck: Nach der Verbreiterung der Start- und Landebahn kommen die Starfighter aus Nörvenich und Ingolstadt und die RF-84F aus Westerland zurück.

01.07.1966
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans Iven erstattet gegen Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel (CDU) Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung. Iven begründet seine Anzeige damit, dass die Starfighter vom Typ F-104G mit veralteten Schleudersitzen ausgerüstet seien.

18.07.1966
In der Nähe von Helgoland stürzt der 61. Starfighter vom Typ F-104G ab. Der Pilot kann trotz Suchaktionen nicht mehr aus der Nordsee geborgen werden. Oberleutnant Siegfried Arndt konnte zwar den Schleudersitz betätigen, sich aber bei der Landung nicht mehr von dem Fallschirm trennen und ertrank. Das Minensuchboot "Düren" hatte ihn bereits gesichtet, überfuhr ihn und verlor den Kontakt. Erst 17 Tage später wurde sein Leichnam auf einer Hallig angespült. Dieser Absturz brachte das Fass "Starfighter-Krise" medienwirksam zum Überlaufen.

28.07.1966
Die Umrüstung des Aufklärungsgeschwaders 52 auf RF-104G Starfighter ist abgeschlossen. Die letzte RF-84F wird vom Geschwader verabschiedet.

01.08.1966
33 Spezialisten der amerikanischen Flugzeugfirma Lockheed treffen auf dem Luftwaffenstützpunkt Nörvenich bei Düren ein. Die für ein Jahr verpflichteten Experten sollen den Wartungsdienst für die von der Bundeswehr verwendeten und heftig kritisierten "Starfighter" F-104G neu organisieren.

12.08.1966
Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Panitzki, der noch Anfang 1966 versucht hatte, mit einem Systembeauftragten, Generalmajor Dietrich Hrabak, für das Waffensystem F-104 der Situation Herr zu werden, reichte bei Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel seinen Abschied ein. Der Minister lehnte ab, Panitzki tat, was verständlich, aber nicht opportun war: Er gab ein Interview, in dem er auf Situation und Lösungsvorschläge einging und das eigene Ministerium angriff. Die Folge war am 24. August 1966 seine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand.

02.09.1966
Aus der Hand von Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel (CDU) erhält Generalleutnant Johannes Steinhoff seine Ernennungsurkunde als neuer Generalinspekteur der Luftwaffe. Die vordringlichste Aufgabe des neuen Inspekteurs ist die Lösung des "Starfighter-Problems".

13.09.1966
Der neue Inspekteur der Bundesluftwaffe, Generalleutnant Johannes Steinhoff, gibt die volle Wiederaufnahme der im Juli unter dem Eindruck der gehäuften Starfighter-Abstürze eingeschränkten Tief- und Nachtflüge bekannt.

16.09.1966
Das Bundesverteidigungsministerium gibt den erneuten Absturz eines Kampfflugzeugs vom Typ "Starfighter" bekannt. Seit der Einführung dieser Maschine im Jahr 1961 hat die Bundesluftwaffe bereits 63 "Starfighter" verloren. Dabei kamen 35 Piloten ums Leben.

06.12.1966
Nach dem 65. Absturz eines Starfighters vom Typ F-104G am 28. November bei Büchel verhängt der Generalinspekteur der Luftwaffe, Johannes Steinhoff, ein vorübergehendes Start- und Flugverbot über alle Starfighter-Verbände. Siehe hierzu den Stern-Bericht: Tödliches Taumeln

19.12.1966
Facharbeiter der Luftfahrtindustrie montieren seit Montag letzter Woche bleierne Ausgleichsgewichte an der Vorderkante der Sitzplatte und in den Seiten des Lockheed - Raketenstuhls C-2, in jedem der insgesamt elf deutschen Starfighter-Geschwader täglich an drei Sitzen. Nach Einbau dieses Bleibehelfs, der den Schleudersitz auf seiner Schubbahn balancieren soll, ist der Start wieder frei. Doch diese "baulichen Veränderungen" an Lockheeds Schleudersitz, so sieht man es im Lw-Führungsstab, sind nur eine "Zwischenlösung". Die Mehrheit der Kommodores und Piloten plädiert für den britischen Martin-Baker-Sitz Mk.GQ-7, der seine Schleuderbahn automatisch steuert.

28.04.1967
Während des Tieffluges muss KL Buth nach Vogelschlag und dadurch bedingtem Trw-Ausfall seine F-104G bei Bad Meinberg mit dem Schleudersitz verlassen. Unglücklicherweise verletzen aufschlagende Trümmerteile ein Kind tödlich.

16.05.1967
Nach einem Vogelschlag stürzt um 15.55 Uhr in Helserheide bei Marne (Kreis Süderdithmarschen) ein Starfighter des AG 52 ab. Der Pilot, HptFw Horst Chroboczek, rettet sich mit dem Schleudersitz.

12.08.1967
NP Bonn. Die Starfighter wurden leistungsfähiger und sicherer. Einen schönen Erfolg können Bundesverteidigungsministerium und Luftwaffenführung verzeichnen. Der Starfighter, bisher das Schreckenskind unter den Waffen der Bundeswehr, ist sicherer geworden. Die Zahl der Totalausfälle bei diesem besonders leistungsfähigen, aber auch besonders empfindlichen Luftfahrzeugtyp sank erheblich. Noch 1965, auf dem Höhepunkt der Starfighterkrise, musste das Bundesverteidigungsministerium den Verlust von 26 Jagdbombern vom Typ F-104 melden. Im darauf folgenden Jahr nahm die Flugsicherheit beträchtlich zu. Der volle Erfolg der Verbesserungen und der neuen Einsatzvorschriften zeigte sich jedoch erst im ersten Halbjahr 1967. In diesen ersten 6 Monaten mussten nur noch 5 Maschinen dieses Typs als Verlust abgebucht werden. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch zehn. Dabei hat sich die Zahl der Flugstunden innerhalb der letzten zwei Jahre wesentlich erhöht. Erst wenn Flugstunden und Verluste miteinander verglichen werden, zeigt sich, wieviel sicherer das Waffensystem der F-104 inzwischen wurde. In den ersten sechs Monaten 1966 flog die Luftwaffe 3400 Flugstunden, im ersten Halbjahr 1967 aber 9400 - fast das Dreifache. Die Sicherheit des Starfighters hat sich also nicht nur um 100% erhöht, wie die Zahl der Abstürze aussagen könnte, sondern sogar um 177%. Dieser deutliche Fortschritt ist zum Teil den technischen Verbesserungen an der F-104 zuzuschreiben, zum Teil aber auch der wachsenden Flugerfahrung und der besseren Ausbildung der Piloten.

01.11.1967
Eine Anordnung der Luftwaffeninspektion der Bundeswehr tritt in Kraft, nach der Starfighter-Piloten bei ihren Übungsflügen eine Mindestflughöhe von rund 250 m über dem Erdboden statt bisher 160 m einhalten müssen. Damit soll die Belästigung durch Fluglärm gemindert werden.

25.01.1968
Eine RF-104G des AG 52 stürzt bei Niebüll ab. Unverletzt bleibt der Pilot, HptFw “Addi” Strobal, 1. AufklStff, als seine Maschine während eines Nachtfluges Feuer fängt und er aussteigen muss. Die Maschine schlägt auf einem unbebauten Grundstück auf. Der Pilot geht zu Fuß zum Flugplatz zurück.

31.01.1968
Beim JaboG 32 werden die ersten Martin-Baker-Rettungssitze in die Starfighter eingebaut und ersetzen den unsicheren Lockheed-Sitz.

21.05.1968
Der Flugsicherheitsoffizier des MFG 2, KL Sander stürzt mit einer F-104G während des Steigfluges im Wetter bei Gossholz ab und findet dabei den Tod. Als Ursache wird Desorientierung angenommen.

30.06.1968
Seit 1961 hat die Bundeswehr 84 "Starfighter" verloren. Dabei kamen 43 Piloten ums Leben. Der Schaden beläuft sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf 504 Millionen DM.

08.07.1968
Besuch des Verteidigungsministers Schröder beim MFG 2. Sein besonderes Interesse liegt im Gespräch mit den Piloten des Geschwaders. Dabei wird vor allem über den Auftrag der Marine, deren Einsatzmöglichkeiten und Waffensysteme gesprochen.

18.09.1968
Während eines Tiefflugeinsatzes über See bekommt die F-104G des MFG 2 Wasserberührung und stürzt bei Anholt ab. Der Flugzeugführer, OLt z.S. Mildenberger, findet dabei den Fliegertod.

18.09.1968
Zur Teilnahme am NATO-Manöver "Silver Tower" verlegte das Marinefliegergeschwader 1 am 18. September mit zahlreichen Technikern, Piloten und Maschinen nach Ørland / Nordnorwegen. Während eines Übungsfluges legten zwei F-104G Starfighter des MFG 1 die Stromversorgung in halb Norwegen lahm. Weil die Landebahn kurzfristig gesperrt war, mussten die beiden Maschinen durchstarten und überflogen einen Fjord bei Trondheim. Zu spät bemerkten sie, die über dem Wasser gespannten Hochspannungsleitungen. Der Rottenführer zerriss mit seinem Höhenleitwerk der 22+70 eine Leitung, während die zweite Maschine 22+30 von der zerrissenen Leitung am Cockpit getroffen wurde, so dass das Kabinendachglas "erblindete". Beide Maschinen landeten später lädiert aber sicher in Ørland. Da die Flugzeuge nun fluguntauglich waren, wurden sie von den Technikern für einen Lufttransport im Bauch einer C-124C Globemaster II der US-Air Force vorbereitet und anschließend nach Deutschland ausgeflogen.

12.12.1968
Während des Tieffluges über der Nordsee verunglückt OLt z.S. Bruns mit seiner F-104G vom MFG 2 tödlich. Die Ursache kann nicht geklärt werden.

15.01.1969
Das Bundeskabinett bewilligt in Bonn den von Verteidigungsminister Gerhard Schröder (CDU) geforderten Mehrbetrag an Haushaltsmitteln in Höhe von 2,5 Mrd. DM für Militärausgaben. Das Geld soll u.a. der Beschaffung von 88 "Phantom"-, 50 "Starfighter"-Flugzeugen, vier Fregatten und 135 mittleren Transporthubschraubern dienen.

25.07.1969
Bei einem Zusammenstoß zweier kanadischer Starfighter bei Vaihingen/Enz (Baden-Württemberg) kommt einer der beiden Piloten ums Leben, der andere kann sich mit dem Schleudersitz retten. Die Maschinen sind in einer Tiefflugschneise zusammengestoßen. Der Treibstofftank einer Maschine durchschlägt das Dach eines Wohnhauses. Bei Rettungsversuchen werden zwei Helfer durch eine Detonation schwer verletzt.

01.-11.09.1969
Das Projekt “Cowboy” lieferte Erkenntnisse in der Langstreckennavigation, dem Sammeln von Erfahrungen mit der F-104 zur Rückführung dieses Lfz-Typs in einem Spannungsfall von Amerika nach Europa über den Luftweg ohne Luftbetankungsmöglichkeit, sowie vertiefte die Zusammenarbeit mit befreundeten Streitkräften insbesondere mit den US-Streikräften. Das Kommando setzte sich aus 6 RF-104G, einer Transall und einer Breguet Atlantik zusammen.

13.10.1969
Die Bundeswehr verliert ihren 100. Starfighter. Der Pilot kann sich mit dem Schleudersitz retten.

05.11.1969
Während eines Nachtfluges wird eine RF-1O4G vom Blitz getroffen, und das Flugzeug stürzt in die Wesermündung. Der Flugzeugführer, Hptm Adam, der 2. AufklStff. des AG 52 kommt ums Leben.

06.11.1969
Das MFG 2 erfliegt die 50.000ste Flugstunde seit Bestehen.

1950   1960   ab 1970 bis   1980   1990   2000   2010

22.01.1970
Nach einer Kollision stürzen bei Lechfeld zwei Starfighter-Flugzeuge ab. Einer der Piloten kommt bei dem Zusammenstoß ums Leben. Von ursprünglich 700 Starfighter-Maschinen hat die Bundeswehr nunmehr 115 verloren, davon 101 durch Flugunfälle.

Im Februar 1970
Auf dem Flug von Eggebek nach Deci wird die F-104G von OLt z.S. Engel von einem Blitzschlag getroffen und beschädigt. Die 21+21 des MFG 2 kann sicher auf der RCAF-Base Lahr gelandet werden.

04.02.1970
Während seiner Ausbildung zum Waffenlehrer in den USA muss KL Stelzer vom MFG 2 seine F-104G in niedriger Höhe und bei Überschallgeschwindigkeit mit dem C2-Schleudersitz verlassen. Er überlebt mit Beinbruch.

06.03.1970
Die 29+13 (SN5064) ist bei der Landung in Jever so schwer beschädigt worden, dass sie nachfolgend das Schicksal eines Brandschutz-Lfz in Faßberg trifft.

10.03.1970
Die F-104G von OLtzS von Hassel stürzt kurz vor der Landung auf dem Heimatflugplatz des MFG 2 aus ungeklärter Ursache ab. Er kommt dabei ums Leben.

21.05-05.06.1970
Im Rahmen des ersten Staffelaustausches des MFG 2 mit der Türkei verlegen 6 Luftfahrzeugführer und weitere 40 Soldaten zur 144. Staffel der TUAF in Mürted bei Ankara.

22.05.1970
Nach einem Blitz-Schlag kam es zu einem elektrischen Totalausfall bei einem Starfighter des JaboG 34 aus Memmingen. Der Pilot Hptm Richard Kosch musste seine RF-104G mit dem taktischen Kennzeichen 24+41 (sn 8184) mit dem Rettungssitz verlassen. Der Starfighter zertrümmerte in der Nähe von Blocktach. Der LF blieb glücklicherweise unverletzt.

02.06.1970
Bei der Landung nach einer “Low Level Radar Mission” fallen am Lfz 21+12 die Power-Brakes, die Bugradsteuerung sowie der Bremsschirm aus. Die Maschine verlässt die Piste, durchbricht den Flugplatzzaun und KL Zahnert “landet” unverletzt in einem Graben.

13.07.1970
Der Starfighter soll durch das Kampfflugzeug MRCA 70 (Multi Role Combat Aircraft) abgelöst werden. Vor dem Verteidigungsausschuß des Bundestags gibt Bundesverteidigungsminister Helmut Schmidt (SPD) bekannt, dass die Bundesrepublik, Großbritannien und Italien gemeinsam sieben Prototypen des MRCA bauen werden. Ein entsprechendes Programm wird vom Verteidigungsausschuß gebilligt.

24.09.1970
Nach vier Jahren an der Spitze der Luftwaffe wird Johannes Steinhoff am 24. September 1970 zum Vorsitzenden des Militärausschusses der NATO gewählt. Am 1. April 1971 trat er sein Amt an. Die folgenden drei Jahre bis zu seiner Pensionierung am 31. März 1974 waren von seinen Sorgen um den Zustand der NATO geprägt. Nationale Differenzen, militärpolitische Zwänge und vor allem die aus seiner Sicht nicht immer angemessenen Anstrengungen der Partnernationen prägten einen NATO-kritischen Steinhoff.

30.10.1970
Mit einem weiteren Absturz in Oberbayern verliert die Bundeswehr ihren 125. Starfighter.

14.12.1970
Die 29+11 (SN5061) erleidet eine Bruchlandung in Soesterberg/NL. Das Lfz wird später ausgestellt als “Sockelflieger” in Köln-Wahn.

05.03.1971
Auf einem Ausbildungsflug stürzen die MFG 2 Piloten Korvettenkapitän H.-W. Ramm und OLtzS N. Lehmkuhl ab und finden dabei den Tod.

23.03.1971
Die 29+15 (SN5068) stürzt bei einem Durchstartmanöver in Jever ab. Bei der Anflugübung rollte das Flugzeug plötzlich stark nach links, stürzte anschließend mit großer Schräglage ab und explodierte. Die Besatzung vom JaboG 34 wurde getötet. Als Ursache wird der Bruch des BLC- Rohres festgestellt.

Während eines Tacan-Anfluges in Deci wird die F-104G des MFG 2 von KKpt Gladziejewski vom Blitz getroffen. Die entstandenen Schäden zwingen ihn zum Ausstieg mit dem Schleudersitz, den er unverletzt übersteht.

30.04.1971
Bei Köln stürzt ein Starfighter der Bundesluftwaffe ab. Der Pilot kann sich mit dem Schleudersitz retten. Insgesamt hat die Bundeswehr damit bislang 138 Starfighter durch Absturz verloren.

01.05.1971
In Jever werden die F-104F ausgemustert und durch die leistungsstärkeren TF-104G ersetzt.

19.08.1971
Bei Wartungsarbeiten an einer F-104G des MFG 2 gerät das Lfz in Brand. Der rechte Tiptank wurde abgesprengt und fängt Feuer. Das Flugzeug brennt aus, durch die Hitze zündet der Schleudersitz. Nach 6 Minuten ist das Feuer gelöscht. Niemand wurde verletzt.

14.10.1971
OLtzS G. Lorenz vom MFG 2 kehrt von einem Ausbildungsflug mit seiner F-104G über dem Mittelmeer nicht mehr zurück. Ursache unbekannt.

16.02.1972
Bei einem Schießeinsatz auf dem Übungsplatz Terschelling / NL stürzt das Lfz des MFG 2 mit KKpt K. Beeker ab. Der Einsatzoffizier der 2. Staffel findet dabei den Tod.

01.07.1973
Das JaboG 31 "Boelcke" befindet sich auf Kommando in Beja/Portugal.

19.02.1974
Auf dem Schießplatz in Terschelling / NL verlässt der Pilot des MFG 2, KptLt Tengler seine F-104G in letzter Sekunde mit dem Schleudersitz und bleibt unverletzt.

17.04.1974
Auf einem Ausbildungsflug stürzt die F-104G des MFG 2 mit KL H. Schmidt ab. Der Pilot findet den Tod.

19. 09.1974
Der letzte Starfighter verlässt das Jagdgeschwader 71. Nach 83182 Flugstunden geht damit diese Ära zu Ende.

04.06.1975
Nach Norwegen, den Niederlanden und Dänemark entscheidet sich auch Belgien beim sog. Waffengeschäft des Jahrhunderts für die Anschaffung von US-amerikanischen Kampfflugzeugen vom Typ F-16 an Stelle der veralteten Starfighter.

25.09.1975
Beim Absturz von vier italienischen Kampfflugzeugen vom Typ "Starfighter" in der Nähe der deutsch-luxemburgischen Grenze kommen vier Piloten ums Leben.

01.02.1976
Im Februar 1976 kommt die 20+01, der älteste Starfighter der Bundeswehr zu seinem Einsatzverband dem JaboG 31 "Boelcke zurück. Das Luftwaffenversorgungsregiment 1 hatte an diesem Luftfahrzeug seine 100ste "Änderungsüberholung Starfighter" durchgeführt.

15.03.1976
In der Nähe des Leuchtturmes Westerhever stürzt ein Starfighter des MFG 2 durch Vogelschlag ab. KptLt E. Hahn kann sich mit dem Schleudersitz unverletzt retten.

07.04.1976
Das Bundeskabinett beschließt in Bonn, gemeinsam mit Großbritannien und Italien die Produktion des Kampfflugzeugs "Tornado" aufzunehmen, das den Starfighter F-104G ablösen soll.

Im Juli 1976
verliert die Bundesluftwaffe im Waldgebiet Hombusch zwischen Mechernich und Satzvey etwa in Höhe der „Katzensteine“ ihren 182. Starfighter: Um 11.37 Uhr startet der Pilot in Nörvenich vom Horst des Jagdbombergeschwaders 31 Boelcke. Er befindet sich auf einem Übungs-Tiefflug. Keine drei Minuten später jagt der Kampfbomber bereits unkontrolliert über den kleinen Ort Katzvey. Der Starfighter reißt beim Absturz eine 300 Meter lange Schneise in das Waldgebiet. Beim Aufschlag entsteht ein tiefer Krater. Einzelne Flugzeugteile sind später noch in einem Kilometer Entfernung zu finden. Der erst 25-jährige Pilot kann nur noch tot geborgen werden und war das 87. Todesopfer, das die Bundeswehr zu beklagen hatte.

02.06.1977
Bei einem Schießeinsatz auf dem Übungsplatz Terschelling / NL stürzt das Lfz des MFG 2 mit OltzS J. Bukowski ab. Der Pilot findet dabei den Tod.

22.05.1978
Es begann die Modernisierung der Marineaufklärer. Teilweise erhielten die Starfighter neue Kamerasysteme zum Einbau in den Munitions- und Hülsenraum.

18.08.1978
Über der ‘Deutschen Bucht’ stürzt die F-104G des MFG 2 nach Vogelschlag und Schubverlust ab. Der Pilot KL Hartmann rettet sich mit dem Schleudersitz und wird 18 Minuten später unverletzt mit einem Hubschrauber geborgen.

25.08.1978
Durch einen Absturz bei Neu-Ulm verliert die Bundeswehr die 175. Maschine des Typs "Starfighter".

19.09.1978
Die F-104G des MFG 2 von OLtzS Mollenhauer stürzt nach Vogelschlag vor der dänischen Insel Anholt ab. Der Pilot rettet sich mit dem Schleudersitz und wird später unverletzt von einem schwedischem Handelsschiff aufgenommen.

13.11.1978
Das MFG 2 kann im 13. Jahr nach Landung des ersten Starfighters im Geschwader seine 100000ste Flugstunde auf diesem Baumuster feiern.

19.12.1978
Die erste umgebaute RF-104G wird durch das MFG 2 übernommen.

11.06.1979
Die erste Vorführung der Vikings des MFG 2 findet in Greenham Common im Rahmen des “International Air Tattoo” statt.

06.09.1979
Nach Ausfällen in der Steuerung ihrer TF-104G müssen die KpLt Korst und Resch des MFG 2 ihr Lfz mit dem Schleudersitz bei Heimbruch verlassen. Beide kommen mit leichten Verletzungen davon. 

06.09.1979
Bei einer Nachtlandung kommt KL Hohmann mit der Blitzbefeuerung und dem Flugplatzzaun in Berührung. Er kann durchstarten, allerdings mit beschädigtem Fahrwerk. Bei der folgenden Landung auf dem inzwischen gelegtem Schaumteppich kommt die F-104G von der Piste ab und bleibt im Gras stecken. Der Pilot bleibt dabei unverletzt.

11.09.1979
Nach einem Looping verliert KL H. Stryi vom MFG 2 die Kontrolle über seinen Starfighter. Er kann sich mit dem Schleudersitz retten.

1950   1960   1970   ab 1980 bis   1990   2000   2010

17.10.1980
Oberstleutnant (OTL) Alexander Heuser und sein Rottenflieger Hauptmann (Hptm) Eckhardt Schwipper sind am 17.10.1980 nach einem Routineflug im Landeanflug auf den Fliegerhorst Nörvenich. 10 Meilen vor dem Fliegerhorst sieht Hptm Schwipper, dass aus der F-104G von OTL Heuser (24+72, W/N 8221) Stichflammen und Qualm schlagen und er informiert OTL Heuser über Funk davon. Dieser überprüft seine Instrumente und bemerkt die roten Warnlichter im Cockpit. Er lässt sich das Triebwerkfeuer von Hptm Schwipper nochmals betätigen. Dieser bestätigt, dass große Stichflammen aus dem Triebwerk schlagen. Da der Anflug zum Fliegerhorst über die Ortschaften Kendenich, Fischenich, Vochem und das Industriegebiet Hürth-Knapsack mit einem Chemiewerk führt, fliegt Oberstleutnant Heuser über dem Ort Fischenich bei Hürth eine Linkskurve auf ein Waldstück zu. Dann steigt er mit dem Schleudersitz aus. Die Trümmer der Maschine liegen im Umkreis von rund einem Kilometer verstreut. Das Triebwerk schlägt ca. 50 Meter neben der stark befahrenen Bundesstraße 265 auf. Oberstleutnant Heuser landet unverletzt mit dem Fallschirm. Wie sich bei der späteren Unfalluntersuchung herausstellt, ist aufgrund der heiß gelaufenen Nachbrenner-Kraftstoffpumpe Kraftstoff ausgetreten und verursachte einen Brand im Triebwerkraum. Für seine umsichtige und mutige Handlung wird Oberstleutnant Alexander Heuser als erster Soldat der Bundeswehr vom Verteidigungsminister mit dem neu gestifteten Ehrenkreuz der Bundeswehr ausgezeichnet.

07.04.1981
OTL Karl "YOGI" Söldner vom JaboG 32 fliegt einen neuen Flugstundenweltrekord auf dem Muster F-104 mit 3500 Flugstunden.

04.-20.05.1981
Eine Abordnung des MFG 2 befindet sich in Istres in Frankreich zu einem Funktionsschießen mit der Hauptwaffe des Geschwaders, dem Kormoran.

06.08.1981
Die älteste Lechfelder F-104G; 20+02 (Werknummer 2002) wird durch Oberstleutnant Söldner nach 21 Einsatzjahren zur Aussonderung an die Luftwaffenschleuse 11 in Manching abgegeben.

26.08.1981
Durch einen Absturz bei Esbjerg in Dänemark verliert die Bundeswehr ihren 200. Starfighter. Der Pilot OLtzS Bauer des MFG 2 kann sich nach Vogelschlag mit dem Schleudersitz unverletzt retten. Zusammen mit den in den USA unter US-Einsatzleitung abgestürzten deutschen Flugzeugen liegt die Verlustziffer nunmehr bei 240 Maschinen.

28.10.1981
„Last Flight“ der F 104G Starfighter beim Marinefliegergeschwader 1 in Jagel.

02.11.1981
„Emergency landing with open nozzle at Decimomannu AB”. Der Pilot Klaus Sommer kam mit dem Schrecken davon. Die 20+44 des JaboG 31 “Boelcke” allerdings konnte nicht mehr instandgesetzt werden und verblieb jahrelang abgestellt und immer weiter abgewrackt neben dem Hangar 67 in Deci. Hier einige Fotos dazu: Bild-1, Bild-2

Im April 1982
kann in Nörvenich beim JaboG 31 “B” ein großes Jubiläum gefeiert werden. Die 200.000 Flugstunde auf F-104G wird erflogen.

07.05.1982
Bei einem Tiefflugeinsatz im Kattegat bekommt die TF-104G von Korvettenkapitän Karsten Wichert Wasserberührung und stürzt ab. Die Besatzung des MFG 2 findet dabei den Tod.

07.07.1982
Bei einem Übungsflug vor der sardischen Küste bei Frasca verliert das MFG 2 eine F-104G. Der Pilot, OLtzS Frank Genge kann sich unverletzt mit dem Schleudersitz retten.

18.08.1982
17 Jahre nach Einführung des Starfighters feiert die Instandsetzungsstaffel des MFG 2 ihre 2000ste Inspektion an diesem Typ.

26.08.1982
Die Kanadier begrüßten zum Tiger-Meet Gütersloh mit einer wunderschönen Fünfer-Formation, angeführt wurde das Ganze dann tatsächlich von einem gelb-schwarzen Starfighter. Die Italiener landeten mit ihren zwei F-104S der 21. Gruppo, 53. Stormo in Cameri in strömendem Regen. Die Belgier kamen zum letzten Mal mit dem F-104G Starfighter zum Tiger Meet.

08.02.1983
Abgabe und Ende der Starfighter-Nutzung in Nörvenich beim Jagdbombergeschwader 31 “Boelcke”.

25.03.1983
Ende der Starfighter-Ausbildung in Luke AFB / Arizona.

30.04.1983
Der Fliegerhorst Nörvenich feiert noch mit der F-104G einen Flugtag zum 25jährigen Bestehen.

02.05.1983
Vom JaboG 31 “B” in Nörvenich wird die letzte F- 104G des Geschwaders (die TF-104G 28+31, alias “Blue Boelcke”) nach Erding überführt.

22.05.1983
Ein kanadischer Starfighter, der an einer Luftfahrtschau auf dem Frankfurter Militärflughafen beteiligt ist, stürzt in der Nähe des Frankfurter Waldstadions auf einen Autobahnzubringer und tötet mehrere Menschen.

14.06.1983
Während der “Europäisierung” in Memmingen rettet sich OLtzS Winfried Frank aus unkontrollierbarer Fluglage mit dem Schleudersitz. Er und Fluglehrer OTL Schöneker bleiben beide nach ihrem Ausstieg unverletzt. Die TF-104G schlägt innerhalb der Platzbegrenzung des Jagdbombergeschwaders 34 in Memmingen auf.

22.07.1983
Für das 25jährige Geschwaderjubiläum wurden die Starfighter 20+30 und 20+62 mit einer Sonderlackierung am Aft-Section ausgestattet (Bavaria).

18.01.1984
Nach einen Vogelschlag konnte Hptm Stoll vom JaboG 32 in Lechfeld seine F-104G noch glücklich landen.

18.04.1984
Es erfolgt die feierliche Außerdienststellung der F-104G beim JaboG 32 in Lechfeld. Die 20+36 mit Sonderbemalung landet letztmalig auf dem Lechfeld.

09.05.1984
Beim LwVersRgt 1 in Erding wird das “Kommando F-104G” eingerichtet. Da nach Einstellung des Flugbetriebes mit der F-104G Starfighter in den Verbänden einige Piloten auf ihre Tornado- Umschulung in Großbritannien längere Wartezeiten überbrücken mussten, wurde zur fliegerischen Betätigung beim Luftwaffenversorgungsregiment 1 in Erding das "F-104- Kommando" gebildet.

23.05.1984
Seinen gesamten Vorrat an Fliegerglück benötigte KL Thomas Fischer bei einem Übungsschießen auf ein Schleppziel in der Ostsee. Nach einem Anflug zum Einsatz der Bordkanone fängt er die F-104G zu spät ab. Das Lfz schlägt mit dem Heck aufs Wasser auf und schleift für kurze Zeit durch das Wasser. Dabei werden teile aus dem Heck des Starfighters gerissen. Die F-104G gewinnt aber wieder an Höhe und kann sicher in Eggebek gelandet werden - auch wenn der Bremsschirm in der Ostsee geblieben ist.

10.07.1984
Ein Düsenjäger der deutschen Bundeswehr vom Typ F 104 "Starfighter" stürzt auf ein Wohnhaus in Stade. Aus dem in Brand geratenen Haus werden eine Frau tot und vier weitere Personen schwer verletzt geborgen. Der Pilot konnte sich retten.

19.06.1984
Die wohl letzte große Nachrüstmaßnahme an der F-104G konnte abgeschlossen werden. Zwischen dem März 1982 und Juni 1984 wurden die Starfighter des MFG 2 mit Chaff und Flare ausgerüstet. Damit haben die Flugzeugführer ein Instrument zur Verfügung, mit dem feindliche Flugabwehrraketen mit Radar- und auch Wärmesuchkopf erfolgreich getäuscht werden können.

10.07.1984
Bei einem Formationsstart verliert der Austauschpilot in der 1. Staffel des MFG 2, Lt. USN Bob Hummel, die Kontrolle über seine F-104G und rettet sich mit dem Schleudersitz. Er bleibt unverletzt.

04.09.1984
Am 4. September 1984 verunfallt ein F-104G Starfighter des in Beja übenden Kommandos des Jagdbombergeschwaders 33. Während des Startvorganges und beim Abheben des Bugrades von der Piste zerplatzte der rechte Hauptfahrwerkreifen. Der Pilot bricht den Start bei einer Geschwindigkeit von ca. 190 kts ab und steuert das Flugzeug in die Fanganlage. Durch hochgeschleuderte Bruchstücke von Reifen und von der Felge wird das Flugzeug mit dem taktischen Kennzeichen 26+51 schwer beschädigt. Der Luftfahrzeugführer bleibt unverletzt. Wahrscheinlich führte das Eindringen eines auf den Flugbetriebsflächen liegenden Fremdkörpers in den rechten Hauptfahrwerkreifen zum Druckverlust während des Startvorganges. Infolge der im weiteren Verlauf erfolgten Zerlegung des Reifens werden Gummi- und Metallbruchstücke hochgeschleudert, die teilweise in die Zelle einschlagen und das Luftfahrzeug schwer beschädigen. Das Luftfahrzeug tritt seine Rückreise nach Deutschland im Laderaum einer C-160 Transall an.

17.10.1984
Korvettenkapitän Reinhard Rademacher verunglückt tödlich mit seiner F-104G bei einem Übungsflug über der Ostsee. Im Rahmen seines Auftrages, Zieldarstellung für ein Schnellboot zu fliegen, kollidiert der Jet des MFG 2 bei einem tiefen Überflug mit der Mastspitze und stürzt ab.

11.12.1984
Korvettenkapitän Hahn gerät beim Anflug in taktischer Viererformation auf den Flugplatz Eggebek von Westen kommend (vom Schiesseinsatz am Schiessplatz List/Sylt) 5 km westlich des Platzes in Flughoehe 250 m mit 450 Knoten (833.4 km/h) in einen Vogelschwarm. Die mittlere und rechte Frontscheibe wird zertrümmert, ebenfalls ist der linke Lufteinlauf beschädigt. Es gelingt ihm aber, die F-104G gemäß Notverfahren zu landen.

08.02.1985
Eine F-104G des MFG 2 stürzt bei Bornholm in die Ostsee. der Pilot KL Frank Genge kann sich mit dem Schleudersitz retten und wird nach 40 Minuten von einem dänischen SAR-Hubschrauber mit leichten Unterkühlungen gerettet.

18.02.1985
Eine F-104G des MFG 2 stößt mit einer Harrier der britischen Royal Air Force in der Nähe von Gütersloh zusammen. Der Marinepilot, KL Ralf Gorath und der britische Pilot können sich mit dem Schleudersitz retten. Der britische Fluglehrer kommt ums Leben. Die 26+70 des Marinefliegergeschwaders 2 stößt mit dem Harrier T.4 Trainer XW933 der RAFG bei Hesselteich in der Nähe von Osnabrück (12 NM nördlich RAF Gütersloh) zusammen. Der Harrier stürzt sofort ab. Der Pilot im vorderen Cockpit kann sich mit dem Schleudersitz retten, der im hinteren Cockpit wird bei der Kollision getötet. Der Flugzeugführer der F-104G versucht einen Notlandplatz zu erreichen. Das Flugzeug gerät aber in Brand und muss aufgegeben werden. Der Schleudersitzausschuss war erfolgreich.

27.03.1985
Bei einem Übungsschießen mit der AS-30 über der Nordsee kommt es zu einem Compressor-Stall bei der F-104G des MFG 2 von OLTzS Dresbach. Er kann sich unverletzt mit dem Schleudersitz retten.

Lothar Becker schrieb damals hierzu in seinen Timeplaner:
Mittwoch, der 27. März 1985, 21+18 (Bild von Jürgen Knizia) abgestürzt bei Helgoland, AS 30 Rakete abgefeuert, die dann kurz vor der Maschine explodierte. Triebwerk hat Teile der Rakete geschluckt und stürzte dann ab. Pilot hat sich mit dem Schleudersitz gerettet. 13:20 Uhr.
 

30.05.1985
Die Starfighter-Ära beim JaboG 33 endet mit einer Sonderbemalung der 21+67.

23.10.1985
Am 23. Oktober 1985 fliegt die taktische Nummer drei eine Dreierformation bei Brinches, ca. 14 NM östlich Beja, wegen Unterschreitung der Mindestflughöhe in eine Hochspannungsleitung ein und durchtrennt alle Kabel. Das Flugzeug – es handelt sich um die TF-104G 27+38 des übenden Kommandos JaboG 34 – wird beschädigt, kann aber am Startplatz Beja gelandet werden. Die Flugzeugbesatzung bleibt bei diesem Zwischenfall unverletzt.
 

03.03.1986
Die F-104G hat Eggebek verlassen - auf der Z-Linie des MFG 1 in Jagel steht die Starfighterflotte des MFG 2. Eine stumme Herausforderung an den Hausherrn, denn noch immer sind Flugstundenleistung und Klarstand des WS Tornado bei weitem geringer als die der F-104G. Flugzeuge und Material wurden nach Jagel transportiert. Für Piloten, Techniker und Staffelangehörige besteht eine Busroutine.

11.-21.08.1986
Mit einem fliegerischem Unternehmen besonderer Art verabschieden sich die Marineflieger mit dem Starfighter in den USA.

26.08.-03.09.1986
In diesem Zeitraum verlegt das MFG 2 seine F-104G Starfighter nach Erding zur Sicherung der Einsatzbereitschaft noch nicht auf das neue Luftfahrzeugmuster PA200 Tornado umgeschulter Piloten.

11.09.1986
Im Rahmen der Tornado-Indienststellung beim MFG 2 werden die letzten beiden “VIKING- Starfighter des Geschwaders in den Farben von Schleswig-Holsteins von KL Ostermann und KL Haar ausgeflogen.

05.05.1987
Die letzte RF-104G Version des Starfighters wird an das Luftwaffenversorgungsregiment 1 in Erding übergeben.

23.10.1987
Das JaboG 34 verabschiedete sich am Standort Memmingen als letzter Einsatzverband vom legendären "Starfighter". Es wird der letzte Starfighter des JaboG 34 (die 22+55 verbleibt aber in Memmingen) nach 242.785 Flugstunden ans Luftwaffenversorgungsregiment 1 übergeben.

05.12.1987
Der Flugbetrieb mit dem Baumuster Starfighter endet bei der Marine.

16.05.1988
Regierungsvertreter der Bundesrepublik, Großbritanniens und Italiens unterzeichnen ein Abkommen über die Entwicklung des Jäger 90. Das Jagdflugzeug soll ab Mitte der 90er Jahre die veralteten Typen F-104-Starfighter und F-4- Phantom der europäischen Luftwaffen ersetzen.

28.08.1988
In Nörvenich beim Jagdbombergeschwader 31 “Boelcke” begeistert die 23+01 das Publikum ein letztes Mal mit einer dynamischen Flugvorführung einer F-104G. Nach dem Desaster von Rammstein am gleichen Tag gibt es fast nur noch so genannte Leistungsdemonstrationen der wenigen der Luftwaffe verbliebenen Luftfahrzeugmuster. Hauptsächlich langweilige Vorbeiflüge, die alles mögliche zeigen nur keine Leistung!

19.09.1988
Das “Kommando F-104G” wurde außer Dienst gestellt. Bis zum Herbst 1988 flogen hier rund 160 Piloten mehr als 10.000 Flugstunden. Dies ist auch gleichzeitig das Ende der Nutzungszeit des Starfighters für den Bereich der Luftwaffe.

10.02.1989
Das letzte Luftfahrzeug vom Typ TF-104G Starfighter, die 27+79, wird ausgesondert und im Rahmen der Verteidigungshilfe an die Luftwaffe Griechenlands übergeben.

Im April 1989
erfolgt der letzte Absturz eines Starfighters in Manching. Die TF-104G legte sich beim Landeanflug “auf den Pinsel” nachdem sie Fahrwerkprobleme hat. Die Piloten retteten sich mit dem Schleudersitz.

1950   1960   1970   1980   ab 1990 bis   2000   2010

23.11.1990
An diesem Tag landeten die ersten MIG 29 des ehemaligen NVA Jagdfliegergeschwaders 3 aus Preschen (JG-3, Ehrennamen Wladimir Komarow) bei der WTD 61 (früher ErpSt 61 d. BW). Eine Wende innerhalb der Bundeswehr nach der großen politischen Wende. Fliegerischer Beginn einer Reihe von Untersuchungen mit dem Ziel, das Waffensystem zu übernehmen. Begleitet wurde die MiG-29 mit dem Taktischen Kennzeichen 29+20 von der F-104G Starfighter mit der Taktischen Nummer 26+60. Dieses Lfz wurde bei den "Vikings", dem Demonstrationsteam der Marineflieger eingesetzt und danach wie auf dem Bild zu sehen bei der WTD 61, wo sie schließlich auch als letzter Starfighter der Bundeswehr mit der Nr. 98+04 am 22.05.1991 die Ära Starfighter in Deutschland mit einem letzten historischem Flug leider beendete. Auf dem Bild erkennt man einen vermeintlichen Schatten am Heck des Starfighters. Unter diesem schwarzen Viereck am Aft- Section befand sich noch das Wappen des MFG 2 sowie die Farewell - Beschriftung, die auf vier Starfighter lackiert wurde, die an dieser Tour teilgenommen hatten.

06.02.1991
Mit Ablauf der Verkehrszulassung des letzten Luftfahrzeuges Werknummer 7406 (Takt. Kennzeichen 26+60) endet offiziell die Nutzungszeit des Starfighters in der Bundeswehr.

22.05.1991
Die letzte F-104G hob mit weißblauer Sonderbemalung und der Testkennung 98+04 mit OTL Armin Ewert, WTD 61 im Cockpit in Manching zum letzten F-104G-Flug Deutschlands von der Startbahn ab. Am 01.11.2013 verstarb OTL Ewert leider viel zu früh und bleibt allen als eine der Starfighter-Legenden und als vorbildlicher Offizier und Kamerad in Erinnerung. R.I.P.

1950   1960   1970   1980   1990   ab 2000 bis   2010

29.04.2008
Der Fliegerhorst Büchel (JaboG 33) übergab das Cockpit des F-104G Starfighter mit dem Taktischen Kennzeichen 24+11 an das Museum für Flugsicherheit und Rettung e. V. im Airpark Baden.

10.06.2008
Bei Bremerhaven sind Wrackteile eines Starfighter aus der Weser geborgen worden, der bereits 1969 abgestürzt war. Spezialisten der Luftwaffe haben Wrackteile eines 1969 abgestürzten "Starfighters" aus der Weser bei Bremerhaven geborgen. Bei der Maschine habe es sich um einen einsitzigen Flieger des Aufklärungsgeschwaders 52 aus Leck (Schleswig-Holstein) gehandelt, sagte ein Luftwaffensprecher am Dienstag. Der 30 Jahre alte Pilot Hptm. Joachim Adam hatte sich damals zunächst mit dem Schleudersitz retten können, war nach der Landung in der Weser aber an Unterkühlung gestorben.
Wassersportler entdeckten die Reste des Hauptfahrwerkes der Maschine, die bei Niedrigwasser freigespült worden waren. Der Starfighter war am 5. November 1969 bei einem abendlichen Übungsflug brennend in die Weser gestürzt. Trotz einer wenig später eingeleiteten Suchaktion wurde der Pilot erst am nächsten Tag tot im Wasser treibend entdeckt. Bei der Maschine handelte es sich um den 115. Starfighter, den die Bundeswehr seit der Indienststellung 1960 verlor. (Anmerkung: Es war die 24+08 mit der Serialnummer 8148.) Zunächst hatte die Luftwaffe vermutet, dass es sich bei den Wrackteilen um die Reste eines weiteren Starfighters handelt, der 1968 an fast der gleichen Stelle abgestürzt war. Einer der beiden Piloten gilt bis heute als vermisst. (Anmerkung: Das zweite, dort vermutete Wrack, kann nur die TF 104 G 28+21 (c/ n 5951) von der Waffenschule 10 aus Jever sein!)

10.07.2009
Im März 2009 hat die Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 21 in Jever offiziell die F-104G mit der Werknummer 7413 und Kennzeichen 26+67 ausrangiert. Dieses Flugzeug wurde jahrelang in Jever als Erinnerungsstück gesehen. Teile der 26+67 sind weiter verwendet worden, um den nun als Sockelflieger angebrachten 'Gate Guard', eine F-104F mit Takt. Nr. 29+09, wieder herzustellen. Somit ist wieder eine F-104G für immer gegangen.

17.09.2009
Im September ist die F-104G 22+58, im Besitz von Robert Dietz, vom Schutzbau in Memmingen zum Museum Meilenwerk bei Böblingen transportiert worden. Robert Dietz bleibt der Inhaber.

1950   1960   1970   1980   1990   2000   ab 2010 bis heute

28.01.2010
Glyn Roberts hat neue Pläne für die 22+57, eine F-104G die sich in England befindet. Das Lfz wird nicht verkauft und wird auch nicht mehr mit einem Triebwerk lauffähig gemacht. Der Inhaber hat Angst, dass das Flugzeuge während eines "Hochgeschwindigkeitstaxy" beschädigt werden könnte. Der Starfighter wird zukünftig auf einen Flugplatz nach Spanhoe in Nord-Hamtonshire verlegt. Dort will eine Gruppe von Personen ein neues Museum aufbauen, in dem die 22+57 dann die Attraktion wird.

09.06.2010
Die in Weeze (ehemals Laarbruch) im einstigen QRA-Shelterbereich in Privatbesitz bisher abgestellte KG+101 ist verkauft worden. Roger Seroo hat seine im ursprünglich metallisch restaurierten Zustand dort befindliche F-104G an das Luftfahrtmuseum in Baarlo/NL abgegeben.

25.06.2010
Der PA200 Tornado wurde in Nörvenich nun außer Dienst gestellt. Damit ist die Zeit des Nachfolgers der F-104G Starfighter in Nörvenich auch abgelaufen. Das Geschwader wird zukünftig ein EF2000 Typhoon Geschwader werden. Am 16.12.2009 landeten hierzu offiziell die ersten Eurofighter in Nörvenich und wurden durch das JaboG 31 “Boelcke” übernommen.

18.02.2011
Meine Hoffnung wurde erfüllt, denn die F-104 F mit der Bezeichnung BB+374, die eine zeitlang Sockelflieger in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn war und danach leider ziemlich lieblos im Freien auf dem Terrain der ehemaligen Kfz-Staffel abgelegt war, erhält nun einen Ehrenplatz in der 'Flugwelt Altenburg-Nobitz' in Thüringen. Wie mir Herr Bernd Arnold mitteilte, kommt das Lfz nun nach seiner Abholung am 18.02.2011 zur Aufarbeitung erst einmal in eine Flugzeughalle. Früher standen dort übrigens MIG 21 der Russen; so ändern sich die Zeiten. Das Lfz mit der Werknummer 59-5008, von Lockheed Aircraft Corporation 1959 gebaut und mit Zulassung vom 8. September 1960, hatte als ersten Halter ‘Meflug’ und wurde dann am 29.9.1960 der 4./WS 10 (Waffenschule) übergeben. Hier wurde die F-104 F später auch mit dem Takt. Kennzeichen 29+11 geflogen. Nach einem Flugunfall am 14.12.1970 wurde der Starfighter am 6. April 1971 ausgesondert. Vor der jetzigen Museumsnutzung war das Lfz vor dem Gebäude 628 der Luftwaffenkaserne in Köln - Wahn auf dem Sockel ausgestellt. Durch einen Seitenleitwerkwechel ist dort allerdings die Werknummer 5061 verzeichnet.

02.05.2011
Seit fast 25 Jahren schlummerte ein Starfighter, die 21+52, im Magazin des Bayerischen Armeemuseums vor sich hin. Gestern ging der Kampfjet auf Reisen von Ingolstadt nach Neuburg, wo er als Leihgabe beim Jagdgeschwader 74 in der neuen Lehrsammlung bis auf weiteres seine Heimat findet. Über zwei Jahrzehnte war er hier, weitgehend vergessen von der Bevölkerung. Dabei geht die Verbindung durchaus noch ein paar Jahre länger zurück. Der Jet ist bei Messerschmitt in Manching gebaut und auch eingeflogen worden. Am 12. Februar 1963 wurde er zugelassen und tat fortan seinen Dienst im Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke" bei Köln. Später kam der Starfighter zurück zur WTD 61 nach Manching, wo er Mitte der 1980er Jahre ausgemustert wurde. (Auszug Donaukurier.de, ganzer Artikel hier!)

05.05.2011
Am Donnerstag den 05.05.2011 wird der Transport der 23+47, ehemalige KG+126 mit Werknummer 8026 und Baujahr 1963 bei Fokker, am Vormittag im Museumsverein für Zivil- und Wehrtechnik e.V. in Uffenheim erwartet. Der erste Halter der F-104G war das Jagdbombergeschwader 31 “Boelcke” aus Nörvenich bei Köln. Zugelassen wurde der Starfighter am 02. April 1963 und trug weiter noch die Taktischen Kennzeichen DA+123, später ab 16. Juli 1963 als JA+113 beim Jagdgeschwader (JG) 71 und dann ab 7. März 1966 als JD+254 und 23+47 eingesetzt beim JG 74. Weitere Berichte finden sich auf der Webseite des Museumsvereines.

08.05.2011
Nach nun über 6 Jahren wurden die Restaurations- und Malerarbeiten am Starfighter F-104G mit der Taktischen Kennzeichen 21+91 (ein ehemaliges Luftfahrzeug des JaboG 33 aus Büchel) im Museum "Ailes Anciennes Toulouse" in Toulouse weitestgehend fertiggestellt. Ein Besuch der Webseite lohnt sich, da die Malerarbeiten alleine mit über 150 Fotos dort dokumentiert sind.

17.05.2011
Nach Informationen der “Flugwelt Altenburg-Nobitz” befindet sich der Starfighter F-104G mit der Werknummer 8215 und Takt. Kennzeichen 24+66 nun in Erding zur Verschrottung. Diese ehemalige F-104G des JaboG 31 “Boelcke” wurde am 27.09.1983 zur Verschrottung ausgesondert und wurde aber am 24.06.1986 als Ausstellungs-Lfz für das LwAusbRgt. 4 verfügt. In Germersheim diente es zuletzt als so genannter “Sockelflieger”. Das Thüringer Museum “Flugwelt Altenburg-Nobitz” nutzte die Gelegenheit um fehlende Komponenten für ihre Dauerleihgabe des Lw-Museums Berlin-Gatow, die F-104F mit der Bezeichnung BB+374, von der 24+66 (hier noch als Gate-Guard) abzubauen, bevor diese nun wohl endgültig verschrottet und somit verloren ist.

18.08.2011
Die 22+57 (siehe 28.01.2010) steht nun zum Verkauf für £25.000 bereit. Chris Wilson (33) von der Firma Jet Aviation Art hofft sogar, dass der Preis für das Flugzeug, welches als erstes der Welt MACH 2 erreichte, sogar noch explodieren wird.
Dieses Flugzeug passt auf jeden Fall, ob als ultimatives Garten Feature, als Gate-Guard oder als Museumsflugzeug, meint Chris.
Die F-104G schied aus dem aktiven Dienst im Jahr 1987 und wurde vollständig in nur vier Wochen von britischen Unternehmen der Jet Aviation Art restauriert. Der Starfighter ist zwar nicht Flugtauglichkeit, kommt aber mit einem vollständigem und restaurierten Cockpit zum Verkauf.

22.03.2012
"Am Donnerstag, den 22.03.2012, um 15.00 Uhr, war es soweit. Vielen Dank an alle, die dazu mit beigetragen haben. Viele Grüße Bernd Arnold" - Mit diesen Worten teilte mir Bernd per Email mit, dass wieder ein weiterer Schritt zur Erhaltung und Wiederherstellung einer F-104 F für die interessierte Nachwelt geglückt ist. Es freut mich persönlich wirklich außerordentlich. Ich habe das Lfz mit der taktischen Nummer BB+374 (29+11) (Bild) ja immer noch im Kopf, als es bei uns in Köln- Wahn buchstäblich demontiert "im Dreck herumlag". Jetzt steht es endlich wieder stolz auf eigenen Fahrwerkbeinen. Das Fahrwerk bekamen die Thüringer übrigens nicht komplett aus Berlin-Gatow vom Luftwaffenmuseum für ihre (offiziell) vor Ort befindliche Dauerleihgabe gestellt. Hierfür hat Bernd Arnold sogar persönlich sehr viel Zeit und Ehrgeiz an den Tag gelegt und aus privater Hand letztendlich ein Bugfahrwerk bei eBay ersteigert. - In meiner Mediensammlung findest du übrigens ein paar Fotos der Maschine. So sieht der Starfighter der ersten Stunde mit Stand der Meldung nun aus: BB+374.
 

27.03.2012
Nachdem das Automobilmuseum in Bergheim nun für immer seine Tore geschlossen hat, sucht der Besitzer noch einen Käufer für den auf dem Hallendach platzierten Starfighter F-104G mit dem takt. Kennzeichen 22+65 (c/n 7146). Der Kaufpreis beläuft sich auf 20.000 Euro. Das Lfz besitzt kein Triebwerk. Bitte hier für den Artikel der Kölnischen Rundschau klicken.
 

12.04.2012
Über facebook berichtet Chris Sandham-Bailey das die F-104G mit der takt. Nummer 22+35 in Bruntingthorpe in England momentan restauriert wird und anschließend wieder mit einem Triebwerk bestückt werden soll. Man will den Starfighter dort als so genannten ‘Runner’ einsetzen, also wieder selbstständig rollfähig machen. Im dortigen Museum befinden sich noch viele weitere Veteranen, die dort zum ‘taxi’ verwendet werden; dies sind z.B. vier Provosts, drei Buccaneers, zwei Lightnings, zwei Hunters, eine Sea Vixen, Comet, Nimrod, Victor und weitere diverse Luftfahrzeuge.
 

27.10.2012
An diesem Tag fanden sich in Memmingen auf dem ehemaligen Fliegerhorst viele Ehemalige und Interessierte zusammen, die sich an den letzten Flug einer F-104G des JaboG 34 vor 25 Jahren erinnerten. Neben Zeitzeugen, die aus und über die alten Tage erzählten und entsprechend würdigten, fand auch ein spektakuläres Feuerwerk statt. Im Vordergrund natürlich eine noch vor Ort befindliche F-104G mit dem Taktischen Kennzeichen 20+05.
 

07.04.2013
Am 05. April 2013 wird auf der Webseite der VEBEG ein Starfighter zum Verkauf angeboten. Man spricht zwar von einer TF-104-Version und Taktischem Kennzeichen 20+86... allerdings denke ich, dass es die ehemalige 29+16 und somit eine F-104F ist, die in Aurich steht und zum Verkauf angeboten wird. Hoffentlich endet sie letztendlich bitte nicht auf einem Schrottplatz und es findet sich ein seriöser Liebhaber, der dafür sorgt, dass sie in einem Museum oder sonstigem Ausstellungsort weiter existiert! - Wie sieht so ein Verkauf aus? Hier mal für diesen Verkauf die entsprechenden Unterlagen.
 

03.06.2013
Wieder wird eine der wenigen F-104F Starfighter wohl verschrottet werden. Diese schlechte Nachricht erreichte mich heute. Zuerst hiess es noch, die Vebeg verkauft den in der Blücher- Kaserne in Aurich befindlichen "Sockelflieger", die 29+16; doch gemäß der nun eingetroffenen Info geschieht wohl doch das, was ich befürchtet habe. Aufgrund einer uralten Klausel in den damaligen Verträgen muss der amerikanische Konstruktionshersteller einem Verkauf zustimmen. Dies tut Lockheed in diesem Fall anscheinend nicht und somit hat die Luftwaffe die Verschrottung der F-104F angewiesen.

Nachtrag vom 12.6.2013:
Das Lfz ist doch verkauft worden. Wie mir die Vebeg mitteilte, wird die F-104F nicht verschrottet sondern ist für ca. 7000,- Euro veräußert. Man wartet lediglich auf die Papiere aus den USA, da gemäß damaligen Verträgen zur Nutzung und Kauf von Waffentechnik aus den USA, dies so abzuhandeln ist.
 

05.06.2013
Bewegung ist auf dem Markt. Wieder wird ein ehemaliger stolzer Flieger verkauft. Ich hoffe nur inständig, dass der Starfighter nicht (!) für die Verschrottung gekauft wird, sondern wieder aufgemöbelt und dann einen Ehrenplatz bekommt, wo ihn viele Interessierte besuchen können! Bei der Maschine handelt es sich um die 24+46. Umständehalber muss der jetzige Besitzer Eric Küpper seinen Starfighter verkaufen. Die F-104G war zulest bei der Luftwaffe als ABDR-Lfz genutzt und hat ein paar Patches auf der Zelle, aber zum Glück ohne viel tatsächlichen Schaden anzurichten. Weiterhin stand sie nur ein halbes Jahr im Freien und danach bis heute in einer Werkstatthalle. Das Cockpit ist weitestgehend komplett mit den Instrumenten bestückt, lediglich den Schleudersitz möchte der Besitzer behalten. Auch die Avionik ist recht üppig mit Radar, allen Bordcomputern, Leads-System, El-70, etc.! Weiteres Zubehör wie Aussentank, Nozzle, die letzte NB-Stufe und Rotorteil lassen ein eingebautes Triebwerk erscheinen. Anbieten kann er auch noch einen Aufklärungs-Pod, Radom, LN-3 Plattform und div. Elo-Bediengeräte. Zudem besitzt er noch einen Kormoran und Sidewinder, als Dummy natürlich. Das Lfz ist demilitarisiert und deshalb natürlich nicht mehr flugfähig und steht in Krefeld-Moers.
 

12.06.2013
Im Rahmen der Standortschließung der Boelcke-Kaserne in Kerpen und der Zusammenlegung der Einheiten des Jagdbombergeschwaders 31 „Boelcke“ auf dem Fliegerhorst Nörvenich wurde Ende April das für Luftwaffenkasernen fast schon typische Sockelflugzeug an der Hauptwache Kerpen demontiert. Die Maschine vom Typ F-104F zierte dort seit Ende 1971 den Eingangsbereich der Kaserne und wurde jetzt mit Hilfe eines Schwerlastkranes der Berufsfeuerwehr Aachen von ihrem Sockel heruntergeholt. Für den Transport von Kerpen zum Fliegerhorst Nörvenich stand ein eigens dazu angeforderter Tieflader des Logistikbataillons 161 aus Delmenhorst zur Verfügung.
Mit der Rückkehr der doppelsitzigen F-104F schließt sich ein Kreis. Angefangen hatte es Ende Mai 1960, als die ersten Starfighter vom Typ F-104F in Kisten verpackt von Palmdale / Kalifornien auf dem Seeweg über Bremerhaven nach Nörvenich gelangten und mit Unterstützung der Firmen Lockheed und Messerschmidt Bölkow Blohm (MBB) wieder zusammengebaut wurden. Die damals in Nörvenich aufgestellte 4. Staffel der Waffenschule 10 (4./WaSLw 10) begann ab September 1960 mit der fliegerischen Ausbildung der Starfighter-Piloten und verlegte erst im Februar 1964 auf den Fliegerhorst Jever, der damals neuer Standort der Waffenschule 10 (später JaboG 38) wurde. Die insgesamt 30 gebauten doppelsitzigen Starfighter vom Typ F-104F dienten bis zum Frühjahr 1971 als Schulungsflugzeuge und wurden im Juni 1971 als älteste Starfighter Variante ausgesondert. Einige dieser Maschinen wurden danach nicht verschrottet, sondern landeten als sogenannte „Gate Guards“ auf einem Sockel. So auch die F-104F mit dem Kennzeichen 29+19 (alte Registrierung bis 1968 BB+386). Nach ihrer Rückkehr auf den Fliegerhorst Nörvenich wurde die F-104F dann abgeladen und für die Reinigung und Restauration vorbereitet, bevor sie in naher Zukunft erneut einen Sockel auf dem Fliegerhorst Nörvenich zieren soll und als museales Außenexponat der Militärgeschichtlichen Sammlung des Jagdbombergeschwaders 31“Boelcke“ einen Blick zurück in die Anfänge des Geschwaders und der Luftwaffe ermöglicht.
(Quelle: Luftwaffe, Autor: Ulrich Metternich)
 

01.07.2013
Der Einsitzer, den die Fa. EADS behalten will, hat die S/N 7077 und das taktische Kennzeichen 22+07. Die TF-104G, die Josef Voggenreiter bekommt, hat die S/N 5709 und das taktische Kennzeichen 27+08.
 

02.08.2013
Die F-104G Starfighter mit dem Taktischen Kennzeichen 24+46 (siehe Eintrag vom 5.6.2013) ist an einen Niederländer verkauft worden. Das Luftfahrzeug wird nach Teuge/NL transportiert werden und dort erst einmal restauriert werden. Nach der Fertigstellung soll aus der deutschen Maschine dann eine “Dutch Air Force D-8060 Abfangjäger werden, so wie sie in den 60igern auf der Leewarden Air Base in hellgrauer Farbe und mit AIM-9 Sidewinder geflogen wurden. Ein paar mir überlassene Fotos bei Verkauf finden sich hier.
 

29.08.2013
Neues vom F-104F Starfighter mit der Fake-Nr. 20+86 aus Aurich, die gemäß Bild in der Blücher Kaserne abgebaut und nun bald in Zehdenick bei einem Privatsammler zu finden sein wird.
 

17.11.2014
Das ehemalige Luftfahrzeug des JaboG 34 Memmingen, die 22+65, ist vom Dach in Bergheim verschwunden. Kurzfristig wurde es bei eBay zum Verkauf angeboten, allerdings dann auch wieder zurückgezogen. Ich habe beim Verkäufer inzwischen nach dem Verbleib der 22+65 gefragt, allerdings bislang keine Antwort bekommen. In der örtlichen Presse fand ich auch bisher keine weitere Info dazu.

 


Die Informationen sind meinen persönlichen Erinnerungen oder AAP-Unterlagen entnommen und basieren weiterhin auf meine damaligen Schulungsunterlagen der Technischen Schule der Luftwaffe 1 in Kaufbeuren.
Bevor sie völlig vergilben und zerfallen bzw. entfallen, lass ich sie hier lieber wieder aufleben.

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©Rolf Ferch
 

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